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Rene Ulmann, Müller Martini

Rene Ulmann, Marketingplaner
Müller Martini

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IFRA: Welche Haupttrends sehen Sie aktuell im Bereich Versandraum bzw. Weiterverarbeitung von Zeitungen? Welche Unterschiede gibt es international betrachtet?

Rene Ulmann: Generelle Trends in der Zeitungsindustrie sind:
-- Demografische Veränderungen
-- Veränderte Leserschaft
-- Geändertes Leseverhalten
-- Höhere individuelle Ansprüche an die Zeitung

Konkret für den Versandraum heisst das:
-- Formatänderung von Broadsheet zu Tabloid
-- Steigende Automation der Weiterverarbeitung
-- Optimierung des Workflows
-- Produktion von Semicommercials
-- Zunehmende Regionalisierung und des Zonings
-- Kostenreduktion

International:
Kapazitätserweiterungen und vermehrtes Einstecken in Schwellenländern. In Ländern mit stagnierenden Auflagen ist der Fokus auf Kostenreduktion und generieren von Zusaztnutzen

IFRA: Wo liegen die Herausforderungen für Sie als Versandanlagenhersteller angesichts sinkender Auflagen und zunehmender Diversifizierung? Wie haben sich die Anforderungen in den vergangenen Jahren verschoben?

R. Ulmann: Unsere Systeme müssen den Anforderungen nach hoher Flexibilität und kurzen Umrüstzeiten Rechnung tragen.

Generieren von Zusatznutzen wie Heften, Schneiden, Etikettieren, Karten kleben: alles in einem Prozess

IFRA: Zur drupa hat Müller Martini einen Beilagen-Vorsammler für die ProLiner-Einsteckmaschine neu vorgestellt. Für welche Märkte ist diese Anlage vor allem konzipiert?

Vorteile des ProLiner-Einstecksystem mit integriertem Vorsammelsystem CoLiner:
-- Maximale Anzahl von Beilagen auf minimalstem Platz
-- Flexible und kompakte Layoutgestaltung
-- Passende Lösung für Wochenend-Ausgaben mit vielen Beilagen
-- Schnelle Zonenvorbereitungen dank genügend Anleger
-- Optimale Berücksichtigung der räumlichen Situation
-- Einfacher modularer Ausbau eines bestehenden Systems

Somit eignet sich das neue Vorsammelsystem CoLiner für alle Märkte und Zeitungshersteller, die sich zukünftig schnell und einfach auf veränderte Marktsituationen anpassen wollen.

IFRA: Inwiefern kann die Weiterverarbeitung zur Erhöhung der Produktionsflexibilität einer Zeitungsdruckerei beitragen (mit Blick auf den Semicommercial-Druck)?

R. Ulmann: Die zielgruppenspezifische Zeitung kann nur im Versandraum hergestellt werden und zwar durch Zoning, individuelles Adressieren, Schneiden, Heften, gezontes Etikettieren und Applizieren von Karten. Der Versandraum kann als Weiterverarbeitungszentrum nicht nur für die klassische Produktion von Zeitungen verwendet werden, sondern zusätzlich für die Produktion individueller und hochwertiger Semicommercial-Produkte.

IFRA: Was wird Ihr Unternehmen in diesem Jahr auf der IFRA Expo präsentieren? Welche Schwerpunkte setzen Sie?

R. Ulmann: Wir zeigen den Besuchern unsere Lösungen zu folgenden Fragen:
-- Wie können Sie die Produktivität im Versandraum erhöhen?
-- Wie stellen Sie sicher, dass der Versandraum auch in Zukunft den Bedürfnissen entspricht?
-- Wie können Sie die Vertriebskosten optimieren?
-- Wie generieren Sie mit Mehrwerten neue Einkommensströme?
-- Wie verbessern Sie die Lebenszykluskosten Ihres Versandraums?

Im Fokus steht dabei unsere neue Einstecklösung mit ProLiner und CoLiner, sowie das sehr flexible Versandraumleitsystem Mailroom Production Control MPC.

Page first published: 09.10.2008

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