Einsparungen im Druckhaus - Tipps von KBA
Januar 2008 - Die größten Einspar- und Rationalisierungseffekte lassen sich durch möglichst umfassende Automationslösungen erzielen. Solche sind meist in Verbindung mit Neuinvestitionen zu sehen. Wer zurzeit keine größeren Neuanschaffungen plant, kann dennoch an vielen Stellen mit verhältnismäßig "kleinem Aufwand" Kosten reduzieren.
Nachfolgend einige konkrete Tipps von KBA:
1. Vorbeugende Wartung
Prophylaktische Wartungskonzepte zur regelmäßigen Überprüfung und zum vorbeugenden Austausch von Verschleißteilen z.B. in den Sprühfeuchtwerken innerhalb individuell definierter Intervalle in Abhängigkeit von Betriebsstunden, Produktionsstruktur und empirisch ermittelten Werten erhöhen signifikant die Verfügbarkeit der Maschinen und senken die Ausfall- und Reparaturkosten.
2. Schulung
Mit themenbezogenen Schulungen für das technische Personal und regelmäßigen Inspektionen lassen sich auch die gesamten Instandhaltungs- und Leerkosten reduzieren.
3. Nachrüstung
Durch eine ggf. mögliche Nachrüstung von Gummituchwaschanlagen, Farb- und Schnittregisterregelungen etc. lassen sich die Makulaturquote minimieren und Papier einsparen.
4. Automatisierungsbausteine
Zusätzliche Automatisierungsbausteine (z.B. Forcierung des digitalen Workflows u.a. mit Voreinstellung der Rotation über eine RIP-Schnittstelle, Vernetzung mit Systemen zur Produktionsplanung und Workflow-Optimierung) senken den Personalbedarf und damit die Personalkosten und erhöhen den Nutzungsgrad der Maschine durch reduzierte Rüstzeiten, z.B. über das Presetting.
5. Formatverkleinerung
Papiereinsparung durch Formatverkleinerung bzw. Ausnutzung des vollen Satzspiegels.
6. variable Bahnbreiten
Nachrüstung von Einrichtungen für variable Bahnbreiten: Dies bringt eine enorme Produktionsflexibilität, da Produkte mit unterschiedlichen Breiten auf der Rotation hergestellt werden können. Durch den so möglichen höheren Auslastungsgrad der Anlage kann die Ertragskraft gesteigert werden.
7. Last but not least: Energiekosten
Minimierung der Energiekosten für Maschine und Gebäude, z.B. durch konsequentes Ausschalten gerade nicht benötigter Aggregate und Optimieren der Vorlaufzeiten, insbesondere bei der Gebäudetechnik; z.B. Lüftung, Versorgung Druckluft, Kühlwasser etc., aber auch durch verbrauchsoptimierte Antriebstechnik.
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