Die Produktion von Folhas Sonderwerbung erfolgt nicht im eigenen Hause
Interview mit Wagner Menta, Purchase Manager von Folha de S. Paulo
IFRA: Folha bietet seinen Werbekunden viele verschiedene und komplizierte Formate an, damit sie ihren Lesern ihre Produkte präsentieren können. Wie produzieren Sie solche innovativen Anzeigen wie Folha Origami oder Folha Gigante?
Wagner Menta: Ich muss erwähnen, dass wir diese Anzeigen außerhalb unseres Druckzentrums bei einem Schwesterunternehmen produzieren. Die spezielle Verarbeitung, die bei so einem Format wie Folha Origami erforderlich ist, erfolgt durch eine Schneidemaschine und die Klebung erfolgt per Hand, da wir sicherstellen wollen, dass jede Figur exakt auf der gleichen Seite verklebt wird, damit die Leser wirklich eine Anzeige bekommen, die beim Öffnen der Zeitung hervorspringt. Auch die Superpanorama-
IFRA: Dieser manuelle Prozess muss angesichts Ihrer hohen Auflage schwierig und zeitaufwändig sein.
W. Menta: In der Tat. Wir drucken täglich rund 500.000 Ausgaben, doch glücklicherweise stehen uns hier in Brasilien viele Leute zur Verfügung, die diese Art von Arbeit erledigen. Schlimmer ist die Tatsache, dass die Verarbeitung einer solchen Anzeige viel Zeit erfordert. Wir müssen mit der Vorbereitung der Origami-
IFRA: Publizieren Sie diese Art von Anzeigen wie z.B. die Folha Origami sehr oft?
W. Menta: Wir publizieren Sie recht oft. Es hängt von der derzeitigen Nachfrage des Marktes ab. Doch ich würde sagen, wir veröffentlichen diese Anzeigen alle zwei bis drei Monate. Der Markt hier in Brasilien ist jetzt sehr stark. Unsere Wirtschaft wächst und damit auch die Werbeausgaben in den verschiedenen Medien.
IFRA: Folha bietet seit den 90er Jahren die Möglichkeit, Anzeigen zu schalten, die mit Duftfarben erstellt wurden. Sie sind ein wirklicher Vorreiter in der Entwicklung außergewöhnlicher Werbung.
W. Menta: Ja, wir haben diese Duftanzeigen zu einigen Anlässen, aber nicht regelmäßig, publiziert, da wir befürchten, dass diese Farben bei unseren Lesern zu allergischen Reaktionen führen. Natürlich ist die Anzahl der Personen, die auf diese Farben allergisch reagieren können, sehr gering, doch unsere Marke und unser Name wird sehr geschätzt und ist unserer größter Wert, den wir nicht auf’s Spiel setzen wollen. Ich schickte die Farben, die wir anfangs verwendeten, an ein Labor zur Analyse. Sie ergab, dass einige Bestandteile der Farbe bei einigen Menschen eine Allergie in Form von roten Händen auslösen könnten. Unsere Untersuchungen ergaben, dass dieses Problem nicht auftritt, wenn die Zeitung im Heatset-
Das Interview führte Mari Pascual


