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Interview mit Claes Skoglund, Manager Technical Marketing, Stora Enso

Claes Skoglund, Manager Technical Marketing at Stora Enso

zeitungstechnik: Gibt es bei Stora Enso Überlegungen, RFID- Technologie in die Papierrollen zu integrieren, um sie für das Rollentracking zu nutzen?

Claes Skoglund: Einige unserer Kunden fordern das für künftige Lieferungen, aber vorerst werden wir es noch nicht für unsere Gesamt­produktion implementieren. Für das Tracking ist das auch nicht erforderlich, da wir ja bereits das Barcode-System haben.

zt: Welche Vorteile kann diese Technologie Ihrer Meinung nach Branchen wie der Zeitungs­industrie bringen? Welche Probleme soll diese Technologie im Zeitungssektor beheben?

C. Skoglund: Der Haupt­vorteil liegt darin, dass sich das Tag über eine größere Entfernung einlesen lässt (dies gilt für einige Tags, nicht für alle) und auch nach dem Entfernen der Verpackung (Etikett). Davon abgesehen erfüllt das heute verwendete Barcode-System den gleichen Zweck, wenn auch vielleicht nicht auf so einfache Weise.

zt: Woran liegt es, dass RFID-Tags und die RFID-Technologie in der Zeitungs­industrie noch immer keine breite Anwendung finden, während sie in anderen Bereichen (z.B. großen Supermärkten oder Bibliotheken) mit großem Erfolg für die Produkt­verfolgung eingesetzt werden? Liegt es an der Natur der Zeitungen, also daran, dass es sich um ein Produkt mit sehr kurzem Lebenszyklus handelt, das in sehr kurzer Zeit produziert werden muss und sich ständig ändert?

C. Skoglund: Der größte Negativaspekt sind die Kosten. Es ist unmöglich, eine gute Amortisation der Investition zu erreichen. Obwohl das Barcode-System seit vielen Jahren existiert, machen die meisten unserer Kunden noch immer keinen Gebrauch davon. Wenn die neue RFID-Technologie künftig Standard werden sollte, wird sie wahr­schein­lich nur von sehr wenigen Kunden genutzt werden.

Page first published: 05.02.2007

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