Redaktionssysteme
Leitfaden für Entsche ...
Business Report 2008
Future Press
Extreme Study Tour
Leser hyperlokal erre ...
User Groups
drupa 2008 für Zeitungen
Chancenreiches Russland
Umweltfreundlich  ...
Mobile Workflows
Suchmaschinen
Bürgerjournalismus
Human Resources
Zeitungsformate
Zeitungsdesign
Qualität
Anzeigen leicht gemacht
CRM
Neue Märkte
RFID
Szenarioplanung
Web 2.0
Digitaldruck
Redaktionelle Reorgan ...
Leitfaden Neue Medien
Workflow
Länderreport Indien
Versandraum
Branding
Agenturdienste
Druckfarbe & Papier
Ifra - Where publishing lives
Artikel e-mailen Artikel drucken Schrift vergrößern Schrift verkleinern

Interview mit Anna-Karin Jönnson, Marketing Managerin von IDAB WAMAC


zeitungs­technik: Wie weit kann der Einsatz von Technologie zur Automatisierung von Abläufen im Zeitungsbetrieb Ihrer Ansicht nach gehen?

Anna-Karin Jönsson: Wir glauben, dass sich die Arbeitsabläufe bei einer Zeitung vollständig automatisieren lassen, angefangen beim Journalisten, der seinen Text per Spracheingabe dem Computer zum Schreiben übergibt, über die voll­automatischen Prozesse im Druck und Versandraum bis hin zum Lkw.

Wenn Sie sich nur den Versand­raum­prozess anschauen, so läuft dieser bis zur Verladerampe bereits vollständig automatisch ab. Einzig die Verladung der Zeitungspakete in den Lkw erfolgt noch per Hand. Dies ließe sich durch einen Roboter automatisieren, der die Pakete vom Förderband aufnimmt und auf den Lkw lädt. Man könnte hierfür die Roboter einsetzen, die im Markt für die Paletten­beschickung erhältlich sind.

zt: Auf welchem Entwicklungs­stand befindet sich Ihrer Einschätzung nach die Zeitungsbranche im Vergleich zu anderen hoch automatisierten Industrie­zweigen, wie der Auto­mobil­industrie? Liegt noch ein weiter Weg vor uns?

A. K. Jönsson: Nein. Die Zeitungs­papier­rollen werden von fahrerlosen Transport­ systemen befördert; für das Wechseln der Platten gibt es auf dem Markt Druckmaschinen mit automatischem Plattenwechsel; die Farbe wird aus den Tanks automatisch über Pumpsysteme zugeführt; die Versand­raum ­abläufe sind mit Ausnahme der Hinzufügung von Materialien wie Umreifungs­bänder oder Verpackungen vollständig automatisiert.

zt: Welche Pläne zur Automatisierung der Zeitungs­produktion verfolgt IDAB Wamac als Nächstes? Halten Sie im Versand­raum­bereich die Implementierung noch stärker automatisierter Lösungen für erforderlich und wenn ja, weshalb?

A. K. Jönsson: Wir glauben, dass es im Versandraum­bereich nicht mehr viel zu automatisieren gibt, daher konzentrieren wir uns auf die Optimierung der Abläufe im Versandraum: die Kontrolle über den Prozess, den schnelleren Betrieb, die Anpassung an unter­schiedliche Arten von Zeitungspapier, die Produktivitäts­steigerung, die Makulatur­reduzierung und die Gesamtqualität des Endprodukts. Wir arbeiten zurzeit auch an der Integration des Distributions­prozesses, um die Gesamtkosten für die Beförderung der Zeitung zum Leser zu optimieren.

Darüber hinaus richten wir unser Augenmerk auf Markt­bedürfnisse wie den Dreiseiten­beschnitt, die Haft­notizen-Aufbringer, Falzwerke für den Viertelfalz etc. Diese Funktionen sind erforderlich, um das Aussehen und Format einer Zeitung attraktiv zu gestalten, was ihre Attraktivität bei den Anzeigenkunden und Lesern steigert.

zt: Ist die Automatisierung des Zeitungs­produktions­workflows mit irgendeinem Risiko verbunden oder kann man ein solches Vorhaben falsch angehen? Haben Sie einen Ratschlag oder Tipp, der den Zeitungen helfen kann, Fehler in dieser Hinsicht zu vermeiden?

A. K. Jönsson: Wir sehen keine Risiken. Der Zeitungsdruck gehört nicht zu den spektakulärsten Produktions­verfahren, sodass eine Automatisierung höchst willkommen ist. Wichtig ist, dass ein Zeitungs­druck­zentrum über gut qualifizierte Leute verfügt, die ständig an der Prozess­verbesserung arbeiten. In früheren Jahren konnte man für den Versand­raum­betrieb Leute von der Straße anheuern, denn die Druckmaschinen waren nicht so schnell und der Paketstrom war nicht so groß, sodass starke Arme und ein starker Rücken genügten. Heute ist der Prozess viel komplexer und zeichnet sich durch hohe Druck­maschinen­geschwindig­keiten und einen starken Paketstrom aus, doch er ist vollständig automatisiert und erfordert nur eine Beaufsichtigung sowie Versorgung mit Verbrauchs­materialien. Die Maschinenführer verfügen über Elektronik- und Computer­kenntnisse zur Steuerung des Prozesses und es ist von höchster Bedeutung, dass die routinemäßigen Qualitäts­kontrollen gut durchgeführt und dokumentiert werden.

Try IFRA Magazine ePaper today!IFRA Directories 2009