Vakuumverdampfung von Abwässern
Bei der letzten IFRA Expo, die Ende Oktober 2008 in Amsterdam stattfand, stellte die spanische Firma Controlgraf S.L. erstmals auf der Fachmesse den von C&G Ibérica hergestellten Vakuumverdampfer für die Aufbereitung von Abwässern vor, wie sie bei der Zeitungsproduktion anfallen, sowohl im Prepress- als auch im Druckbereich. Normalerweise müssen diese Abwässer gelagert und dann zu spezialisierten Firmen transportiert werden, die für die Aufbereitung bezahlt werden müssen.
Die spanischen Zeitungen ABC und La Vanguardia zählen zu den ersten Anwendern dieser hoch entwickelten Anlage, die mittels einer Wärmepumpe funktioniert. Dabei werden die Abwässer im unteren Teil des Kessels erhitzt und die Dämpfe kondensieren dann im oberen Teil.
Um den Energieverbrauch möglichst niedrig zu halten, arbeitet die Anlage mit Unterdruck, wodurch die Verdampfung bei einer Temperatur von 30 bis 35° Celsius erfolgt, und nicht bei 100° Celsius wie bei normalem Atmosphärendruck.
Das Verdampfungswasser verlässt die Anlage mit einer sehr niedrigen Leitfähigkeit von unter 300 Mikrosiemens (der maximal zulässige Wert liegt in Spanien bei rund 6000) und einem chemischen Sauerstoffbedarf, der bei rund der Hälfte des zulässigen Werts liegt. Das so aufbereitete Wasser lässt sich unter Einhaltung der gültigen Vorschriften direkt (in die Kanalisation) entsorgen oder für andere Prozesse wiederverwerten, wie bei ABC für die Reinigung der Druckplatten oder ähnliche Reinigungsprozesse.
Francesc Casas, Geschäftsführer und Mitgründer von C&G Ibérica, hebt einen weiteren Vorzug der Anlage hervor: „Mit dem Gerät lässt sich die Entsorgungsmenge minimieren, was zur Kosteneinsparung der Zeitung beiträgt. Bei ABC beispielsweise fielen zuvor täglich rund 1500 Liter Abwässer an. Heute müssen nur noch 100 Liter entsorgt werden.“
Weitere Informationen unter www.controlgraf.com oder www.depuracionaguas.com.


